Ethik-Kolloquium
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17. - 19.
November 2000
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HAUS RISSEN (Hamburg)
Prof.
Dr. med. Helmut Brunner
Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie
der Universität zu Köln
Referatsthema:
Medizin und Ökonomie, Gegensätze oder vereinbar?
Leitfragen:
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Ist Kostendämpfung immer mit einer Verschlechterung der
Versorgungsqualität verbunden?
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Schließen sich medizinisch verantwortliches Handeln und
Management knapper Ressourcen gegenseitig aus?
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Wird im deutschen Gesundheitswesen bereits rationiert?
PD
Dr. phil. Dr. rer. pol. habil. Hans-Martin Schönherr-Mann
Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
der Universität München
Referatsthema:
Verlangt das Prinzip Verantwortung (Hans Jonas) eine
Heilkunst ohne ökonomische Beschränkungen?
Leitfragen:
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Fordert das "Prinzip Verantwortung"
die unendliche
Verantwortung für den anderen Menschen (Levinas), gerade wenn er krank ist,
unabhängig von ökonomischen Zwängen?
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Oder fordert das "Prinzip Verantwortung" die
Selbstkontrolle des Menschen (Sartre) in ökonomischer Hinsicht auch im Falle
von Krankheit?
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Wenn das "Prinzip Verantwortung" Rücksicht auf die
Folgen von Handlungen verlangt (Max Weber), muss man dann die konkreten
Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Heilkunst auch zum Maßstab in der
Medizin nehmen oder muss man der Komplexität aller Zusammenhänge zwischen
Heilkunst und Gesellschaft gerecht werden?
Prof.
Dr. rer. pol. Dr. med. Karl-Heinz Wehkamp
Medizinethik und
Gesundheitswissenschaften der Fachhochschule Hamburg
Referatsthema:
Ökonomie im Gesundheitswesen: Störung und Chance
Leitfragen:
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Wie beeinflussen
Ökonomisierungsprozesse im Gesundheitswesen die medizinische und
pflegerische Praxis?
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Wo liegen Reibungspunkte,
wo die Chancen in diesem Prozess?
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Was muss geschehen, um
Ökonomie und Heilkunde "synergisch" zu verbinden?
Prof.
Dr. sc. phil. Karl-Friedrich Wessel
Direktor des Interdisziplinären Instituts für
Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin
Referatsthema:
Evolution als Vermittlung zwischen Verantwortung und Ökonomie
Leitfragen:
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Was bedeutet das Eingestehen der Fehlerfreundlichkeit im
Prozess der Evolution?
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Verantwortung: Oder was heißt hier das „kümmerliche
Wort Engagement“ (Canetti)?
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Unter welchen Voraussetzungen ist die Ökonomie
"Diktat", wann ist sie "einsichtige Beschränkung"?